Wir sagen mehr als wir meinen. Die Lautlichkeit der Sprache führt ein Eigenleben.

Sprache wird von Alma als Strom verschieden großer Einheiten betrachtet. Es werden mehrere Schichten dieser Einheiten analysiert. Welche Partikel dabei herauskommen, hängt von der Sprechweise genauso ab wie von der Mikrofonposition und den verschiedenen Analyseparametern.

Die lautlichen Einheiten werden als klangliches Material betrachtet, das in verschiedenen Modi zurückgespielt wird. Zum Beispiel:
- Kleine Partikel erscheinen wie eine Welle, die sich bricht und dann ausläuft.
- Eine Grupe von Lauten setzt sich zu neuen Worten zusammen.
- Einige wenige Laute dienen als Träger eines Rhythmus, der verschieden variiert wird.
- Ein Laut wird gedehnt und musikalisiert, so dass er wie eine sprechende Glocke erscheint.

Alma ist kein Stück, sondern ein Instrument. Mit ihm kann improvisiert oder komponiert werden.

Improvisation mit Schwitters-Texten, Sommer 2016:
Julia Mihály — Stimme, Felix Leuschner — Alma
Felix Leuschner — Stimme, Julia Mihály — Alma

Improvisationen von Laureline Koenig, Sommer 2015:

Improvisation über Sero te amavi (Petros Leivadas und Joachim Heintz, Sommer 2016):

Studien zu einzelnen Modi:
Studie Modus 1 - Form
Studie Modus 1 - Form und Text
Studie Modus 1 - Lesepartitur
Studie Modus 2
Zwei Versionen:
(Anna Heintz-Buschart)
(Joachim Heintz)